„Mode vom Main an der Spree“

Mai 18, 2019 3 Minuten Lesezeit

„Mode vom Main an der Spree“
Heute startet in Berlin die internationale Modewoche „Fashion Week“. Auch viele Designer, Agenturen, Labels und Einzelhändler aus Frankfurt und Umgebung werden in der Hauptstadt vertreten sein.
Frankfurt. In Berlin dreht sich bis zum 11. Juli alles um internationale Modetrends für Frühling und Sommer 2011 – die Modebranche muss bekanntlich immer ein Jahr vorausdenken. An den Tagen der „Fashion Week“ wird es bei Ordermessen, Modenschauen, Partys, Ausstellungen und in Showrooms genügend Gelegenheit geben, um die neuen Kollektionen anzusehen – und zu bestellen.
Design-Szene wächst
In Frankfun gibt es nicht nur zahlreiche Top-Boutiquen, die Stadt ist auch ein wichtiger wirtschaftlicher Standort für die Modebranche. Handelsagenturen und die Redaktion der Textilwirtschaft, der wichtigsten Publikation für die Branche, sitzen hier. Mittlerweile wächst auch die Design-Szene am Main: In Sachsenhausen zum Beispiel gibt es Ateliers und Boutiquen zielstrebiger Jungdesigner.
Auch das Team der Frankfurter Boutique Pulse & Vogue aus der Kirchnerstraße reist zur Messe nach Berlin: „Uns ist es als Einzelhändler wichtig, neue Eindrücke zu sammeln. Man muss offen sein für neue Anreize und Impressionen in Sachen Mode und Kunst. Berlin bietet in diesen Tagen eine große Vielfalt an neuen Schnitten, Farben, Formen und Stoffen.“ Neben Orderterminen in Showrooms werden auch viele Messe-Veranstaltungen besucht. Fashionshows, Label Parties und Ausstellungen geben die wichtigen Impulse für die kommende Saison. Für fünf Jahre war die Bright Tradeshow in Frankfurt heimisch. Skate- und Streetwaremode aus ganz Europa wurde im ehemaligen Polizeipräsidium gezeigt. Jetzt sind die Betreiber Thomas Martini und Marco Aslim dem Ruf der Hauptstadt gefolgt: Die 11. Bright Tradeshow findet im ehemaligen Stasi-Hauptquartier statt. „Für die Stadt Frankfurt ist der Wegzug natürlich ein herber Verlust. Der zentrale Standort, angebunden an den Hauptbahnhof, war für Aussteller optimal.“ Aylin Diarra von A Game Distribution (Offenbach) blickt dennoch positiv in die Zukunft. „Wer weiß, Frankfurt hat viele kreative Köpfe und vielleicht entwickelt sich ein neues Projekt. Die Frankfurter haben schon so manches Kunststück vollbracht.“ Aylin wird in den nächsten Tagen anstrengende Messetage verbringen, bevor die Händler die Kollektionen im Showroom in Offenbach ordern können.
Neben Ordermessen zeigt die „Fashion Week“ in einem imposanten Zelt am Bebelplatz Modenschauen renommierter Designer und erfolgreicher Newcomer – ein Hauch von rotem Teppich. Models schreiten zu ausgefallener Musik über den hell erleuchteten Laufsteg. Wer in der ersten Reihe sitzt, hat es in der Branche geschafft oder ist für den Designer ein wichtiger Kunde. Die Highlights in diesem Jahr werden Boss Black und Michalsky sein.
Ausgefallene Sachen
Bei der „Fashion Week“ 2009 stellten „leonid matthias“ ihre ausgefallen Kollektion auf der Nebenmesse Wedding Dress vor. Ihr Motto: Der größte Trend ist Individualität. Jede Kollektion erzählt eine andere Geschichte. Von flippig, über avantgardistisch, casual oder ausgefallen, bis hin zu einem Touch Haute Couture. „Für uns war die Wedding Dress richtig toll, da die Sachen sehr gut angekommen sind. Immer wieder bekamen wir das Feedback, dass unsere Mode anders ist als die anderen Sachen. Gerade unsere Designlösungen haben begeistert“. Die beiden Wahl-Frankfurter entwerfen, nähen und verkaufen im Atelier und Ladengeschäft in der Walter-Kolb-Straße die ausgefallenen Stücke.
Diese Saison wagt die Frankfurterin Jacqueline Friedmann mit ihrem Label „Brisels“ den Sprung ins kalte Wasser. „From 5 to 9“ heißt die Kollektion und schließt unmittelbar an ihre Debütkollektion „Bürostuhlakrobatin“ an, die, typisch für Frankfurt, Büromode zeigte. Das Hauptthema der Nachfolgekollektion ist Abendmode. Ausgefallene Schnitte, kombiniert mit tragbaren, komfortablen Stoffen. Entworfen wird in Frankfurt, produziert in Cochem an der Mosel. „Es ist wichtig für ein junges Modelabel, Präsenz zu zeigen. Neben Boutiquen und Internet sind die Messen ein wichtiges Standbein“, sagte die junge Frankfurterin.

Anders als bei der Bright Tradeshow ist Wedding Dress zugleich Verkaufsmesse. „Hier haben wir die einmalige Gelegenheit, direktes Feedback von Kundinnen zu erhalten. Irre, welche Kollektionsteile den meisten Anklang finden. Die Meinung der Profis und Endkunden ist oftmals eine andere“. Auffallen wird Jacqueline Friedmann mit ihrer Kollektion in Berlin. Bunt und schrill sind die Entwürfe der dort Ausstellenden, Briseis hingegen präsentiert Klassisches mit Details aus verschiedenen Epochen. von Judith Christina

 


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