Frankfurter Neue Presse, November 2009

Mai 17, 2019 1 Minuten Lesezeit

Frankfurter Neue Presse, November 2009

„Frankfurter teuerste Grippeschutz“

Frankfurt. Eine Schutzmaske gegen Schweinegrippe-Viren. Nicht aus der Apotheke und schon gar nicht aus schnödemPapier. Sondern aus weichem Vlies, von Hand mit Pailletten versehen, limitiert auf 20 Stück und für 49,90 Euro zu haben. Soll das ein Witz sein? Kein Witz. Sondern „ein kleines Schmuckstück“. Sagt Leonid Sladkevich (li.), Kreativ-Kopf des Designer Duos „Leonid Manhias“ aus der Wallstraße. Das jetzt, wo die Schweinegrippe rollt, geraderecht kommt. Als im Sommer die ersten Kranken in den Zeitungen aufrauchten, war eine Freundin von Leonid und seinem Partner Matthias Gruner in Japan. Nur da gibt’s die feinen Vliesmasken. „Wir haben sie gebeten, welche minzubringen.“ Ein PR-Gag? „Ein Modegag“, sagt Leonid. „Klar, wollen wir damit Aufmerksamkeit erregen. Fürs Label – und die Krankheit.“ Mode müsse nicht oberflächlich sein. „Ich bin Designer und interessiere mich fürs Weltgeschehen. Vielleicht müssen wir bald alle mit Maske rumlaufen.“ Dann stellt sich die Frage: Schick oder lieber unauffällig? von Anja Prechel


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